Ungarische Firma gründen trotz schwierigem Bankensystem

Ungarische Firma gründen trotz schwierigem Bankensystem

Wir beobachten seit Monaten eine paradoxe Entwicklung: Während Ungarn als Unternehmensstandort durch niedrige Steuersätze und schlanke Bürokratie punktet, kämpfen Gründer mit einem zunehmend schwierigen Bankensystem. Wer heute eine ungarische Firma gründen möchte, stößt auf Hürden, die vor einem Jahr noch unbekannt waren. Doch es gibt Lösungen – und ein tieferes Verständnis der Zusammenhänge hilft enorm.

Warum ungarische Banken unter Druck stehen

Das ungarische Bankensystem befindet sich in einer besonderen Situation. Seit Jahren werden Finanzinstitute durch außergewöhnlich hohe Steuern belastet, die der Staat erhebt. Diese Sonderabgaben führen dazu, dass Banken ihre Kosten an Unternehmenskunden weitergeben müssen. Was in Deutschland als moderate Kontoführungsgebühr gilt, kann in Ungarn schnell das Drei- bis Vierfache betragen.

In der öffentlichen Wahrnehmung werden die Banken als Sündenböcke dargestellt – als Institutionen, die den Menschen das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Diese Stimmung hat politische Gründe und hängt mit der Finanzpolitik der vergangenen Jahre zusammen. Für ausländische Unternehmer, die eine ungarische Firma gründen, bedeutet dies: Die Bankkosten sind ungewöhnlich hoch, und die Servicequalität lässt oft zu wünschen übrig.

Bereits unsere deutschen Mandanten berichten regelmäßig von Schwierigkeiten beim Zugang zum Online-Banking. Technische Probleme, umständliche Authentifizierungsverfahren und langsame Reaktionszeiten gehören zum Alltag. Kein Wunder, dass viele nach Alternativen suchen.

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Der MONEYVAL-Effekt: Verschärfte Kontrollen seit 2025

Ein zusätzlicher Faktor hat die Situation verschärft: MONEYVAL, das Expertenkomitee des Europarats zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, hat Ungarn in jüngster Zeit verstärkt unter die Lupe genommen. Diese internationale Prüfung hat spürbare Auswirkungen auf den gesamten Finanzsektor.

Wir bemerken deutlich, dass Behörden, Banken und Steuerberater unter erhöhtem Druck stehen. Die Anti-Geldwäsche-Compliance wird strenger überwacht, und die Banken haben ihre Prozesse bei der Kontoeröffnung deutlich verschärft. Was Ende 2024 noch binnen weniger Tage möglich war, dauert jetzt Wochen – oder scheitert ganz.

Die Kreditinstitute prüfen jeden Antrag minutiös. Herkunft der Gelder, Geschäftszweck, wirtschaftlich Berechtigte – alles wird hinterfragt. Manche Anträge werden abgelehnt, ohne dass eine nachvollziehbare Begründung erfolgt. Es entsteht der Eindruck, dass Banken aus statistischen Gründen einen gewissen Prozentsatz ablehnen müssen, um ihre Sorgfaltspflicht zu demonstrieren.

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Revolut und Wise als praktikable Alternative

Angesichts dieser Herausforderungen greifen immer mehr Unternehmer zu digitalen Alternativen. Revolut und Wise bieten Geschäftskonten, die schnell eröffnet werden können, deutlich niedrigere Gebühren haben und einen reibungslosen internationalen Zahlungsverkehr ermöglichen.

Die gute Nachricht: Diese Lösung ist rechtlich vollkommen zulässig. Unternehmen, die eine ungarische Firma gründen, müssen lediglich ein passives Bankkonto in Ungarn vorweisen können – es muss nicht aktiv genutzt werden. Da Ungarn zur Europäischen Union gehört, gelten die Regelungen des einheitlichen Zahlungsverkehrsraums SEPA.

Wichtig ist allerdings, dass die Nutzung ausländischer Fintech-Konten dem ungarischen Finanzamt gemeldet werden muss. Diese Meldepflicht ergibt sich aus den Transparenzvorschriften, die seit 2023 verschärft wurden. Wer dies versäumt, riskiert Bußgelder.

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Erfolgsbeispiele trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Trotz aller Schwierigkeiten gelingt die Kontoeröffnung in vielen Fällen. Wir haben kürzlich mehrere Mandanten erfolgreich begleitet – sowohl in Budapest als auch in Szombathely. Die Kontoeröffnung dauerte zwischen drei und sechs Wochen, erforderte umfangreiche Dokumentation, führte aber letztlich zum Erfolg.

Entscheidend ist die professionelle Vorbereitung. Unvollständige Unterlagen, unklare Geschäftsmodelle oder fehlende Nachweise zur Mittelherkunft führen fast immer zur Ablehnung. Wer hingegen strukturiert vorgeht und alle erforderlichen Dokumente in korrekter Form einreicht, hat gute Chancen.

Die Begleitung durch erfahrene Berater macht hier den Unterschied. HUNCONSULT unterstützt nicht nur bei der eigentlichen Firmengründung, sondern auch bei der Bankkontoeröffnung und allen damit verbundenen Hürden. Als in Budapest geborener Experte kennt Norbert Peter beide Welten – die deutsche Gründlichkeit und die ungarische Realität.

Was macht HUNCONSULT anders?

Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern auf dem Markt bietet HUNCONSULT echte Empathie und tiefes Verständnis für die Anliegen deutscher Unternehmer. Die Kombination aus lokaler Verwurzelung und internationalem Verständnis ist auf dem Markt einzigartig.

Wir begleiten den gesamten Prozess – von der Gesellschaftsgründung über die Anmeldung beim Finanzamt bis zur Kontoeröffnung. Dabei verstehen wir uns nicht als Dienstleister, der Formulare ausfüllt, sondern als Partner, der auch bei unerwarteten Schwierigkeiten Lösungen findet.

Wenn eine Bank einen Antrag ablehnt, suchen wir nach Alternativen. Wenn das Online-Banking nicht funktioniert, helfen wir bei der Problemlösung. Und wenn digitale Lösungen wie Revolut oder Wise sinnvoller sind, beraten wir zur korrekten Implementierung und Meldung.

Rechtliche Rahmenbedingungen für Firmengründungen

Die Firmengründung in Ungarn selbst ist nach wie vor unkompliziert. Die am häufigsten gewählte Rechtsform ist die Kft. (Korlátolt Felelősségű Társaság), vergleichbar mit der deutschen GmbH. Das Mindeststammkapital beträgt 3 Millionen Forint (etwa 7.500 Euro).

Der Gründungsprozess dauert in der Regel zwei bis drei Wochen und kann vollständig aus Deutschland gesteuert werden. Notartermine können per Vollmacht wahrgenommen werden, und die Anmeldung beim ungarischen Handelsregister erfolgt digital.

Die steuerlichen Rahmenbedingungen sind attraktiv: Die Körperschaftsteuer beträgt nur 9 Prozent – der niedrigste Satz in der gesamten EU. Hinzu kommen günstige Regelungen bei der Umsatzsteuer und Sozialversicherung.

Fazit: Ungarische Firma gründen bleibt attraktiv

Ja, das Bankensystem in Ungarn stellt Gründer vor Herausforderungen. Die Kombination aus hohen Kosten, verschärften Kontrollen durch MONEYVAL und technischen Unzulänglichkeiten macht die Kontoeröffnung nicht einfacher. Dennoch lohnt sich die ungarische Firmengründung für viele Unternehmer.

Die steuerlichen Vorteile, die zentrale Lage in Europa und die grundsätzlich gründerfreundliche Gesetzgebung überwiegen die bankbezogenen Schwierigkeiten. Mit der richtigen Vorbereitung, professioneller Unterstützung durch HUNCONSULT und der Bereitschaft, digitale Alternativen zu nutzen, lässt sich das Problem meistern.

Wichtig ist die realistische Erwartungshaltung: Eine Kontoeröffnung kann scheitern oder sich verzögern – das liegt nicht am Berater, sondern an den externen Rahmenbedingungen. Wer dies akzeptiert und flexibel bleibt, findet immer eine Lösung. Die Nutzung von Revolut, Wise oder anderen Fintech-Diensten ist dabei keine Notlösung, sondern oft sogar die bessere Alternative.

Wer heute eine ungarische Firma gründen möchte, braucht vor allem drei Dinge: Geduld, gute Beratung und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.

Mit Norbert Peter und dem Team von HUNCONSULT haben Gründer einen Partner an ihrer Seite, der beide Welten kennt und pragmatische Lösungen findet – auch wenn das Bankensystem mal wieder Hürden aufbaut.

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